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Energetische Nutzung von Landschaftspflegehölzern auf der Schwäbischen Alb
Studie zur energetischen Nutzung von Landschaftspflegehölzern im Biosphärengebiet Schwäbische Alb |
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| Projektträger: |
Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (MLR) | PLENUM Schwäbische Alb |
| Laufzeit: |
01.08.2008 bis 31.05.2009 |
| Projektverantwortung: |
Prof. Dr. Rainer Luick |
| Projektpartner: |
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| Projektmitarbeiter: |
N.N. |
| Beschreibung: |
Ziele des Projekts Vor dem Hintergrund der weltweiten Verknappung der fossilen Rohstoffe und der Bemühungen zum Klimaschutz bzw. zur Reduktion der CO2-Emissionen kommt der energetischen Nutzung von Biomasse zur Gewinnung von Strom, Wärme und Kraftstoff eine verstärkte Bedeutung zu. Meist steht hier die Nutzung von Biomasse aus dem Bereich der Landwirtschaft (Gras, Mais, Gülle u. ä.), der Forstwirtschaft oder der holzverarbeitenden Industrie im Mittelpunkt. Für die Nutzung holziger Biomasse, die bei der Landschaftspflege i. w. S. anfällt, trifft dies in wesentlich geringerem Umfang zu. Es gibt einige interessante Ansätze, die aber aufgrund der natur- und kulturräumlich bedingten Unterschiede nicht auf das Biosphärengebiet Schwäbische Alb übertragbar sind. Bei der Pflege öffentlicher und privater Grünflächen, von Straßenrändern, Hecken oder Streuobstwiesen usw. fallen jährlich große Mengen an holziger Biomasse an. In vielen Fällen wird das Schnittgut unzureichend genutzt, so bspw. bei der Straßenrandpflege häufig vor Ort gehäckselt und auf der Fläche belassen. Es ist daher davon auszugehen, dass hier ein erhebliches Biomassepotential bisher nur unzureichend genutzt wird bzw. teilweise – z. B. durch Aufdüngung magerer Flächen – aus Sicht des Naturschutzes Nachteile entstehen. Die energetische Verwertung von Biomasse aus der Landschaftspflege kann somit vielfach einen doppelten Nutzen haben: Einerseits die CO2-neutrale Produktion von Strom und oder Wärme, andererseits eine im Hinblick auf die Belange des Naturschutzes sinnvolle Entsorgung von überschüssigem Material. Es gibt inner- und außerhalb Deutschlands bereits einige Beispiele, dass diese Symbiose von Energieerzeugung und Naturschutz gut funktioniert. Im Zusammenhang mit dem Entstehungsprozess des Biosphärengebietes hat das Land Baden-Württemberg ein „Leuchtturmprojekt“ im Bereich Biomassenutzung angekündigt. Dieses soll aufgrund der dort gegebenen idealen Voraussetzungen nun wenige Kilometer außerhalb des Biosphärengebietes in Geislingen-Türkheim in Form einer modernen Biomasse-Vergasungsanlage realisiert werden. Diese Anlage soll von der Energieversorgung Filstal (EVF) mit Sitz in Göppingen errichtet werden, die Planung wird vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart wissenschaftlich begleitet. Während für das Aufkommen von Reststroh, Heu von überschüssigem Grünland und Waldrestholz sowie Nutzungen aus Stilllegungsflächen durch das Ministerium Ländlicher Raum bereits grobe Angaben gemacht werden konnten, liegt aufgrund der Komplexität der Materie für den Bereich von Landschaftspflege-Biomasse bis dato nur eine sehr grobe, durch das Regierungspräsidium Tübingen vorgenommene Abschätzung vor. Nachdem es erklärtes Ziel ist, die Biomasse-Vergasungsanlage zu einem möglichst hohen Anteil mit Biomasse aus der Landschaftspflege zu betreiben, ist eine genauere Untersuchung erforderlich. Im Rahmen der Studie soll das Potenzial an energetisch nutzbarer holzartiger Biomasse aus der Landschaftspflege für das gesamte Biosphärengebiet (BSG) erfasst werden. Dies soll prinzipiell unabhängig von der o. b. Planung erfolgen, zumal aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht davon auszugehen ist, dass das im BSG vorhandene Potential komplett in dieser Anlage Verwendung findet. Die Studie soll aber für diese Planung sowie für mögliche weitere ähnliche Planungen eine fundierte Grundlage erarbeiten. Die Studie soll im Wesentlichen zu einer Abschätzung der anfallenden Mengen - differenziert nach Jahreszeiten, Lokalitäten und Art der Zusammensetzung - kommen. Ermittelt werden soll sowohl das theoretische als auch das tatsächlich verfügbare Potential. Speziell im Hinblick auf das o. b. Projekt sollen auch Überlegungen zur Erfassung sowie einem ökologisch und ökonomisch sinnvollen Abtransport erfolgen, ebenso soll eine Abschätzung vorgenommen werden, welche Kosten bis zur Ablieferung anfallen werden. |
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